Das Dorf am linken Werraufer ist fast vollständig vom Bundesland Hessen umgeben und hatte durch den engen Schutzstreifen der innerdeutschen Grenze besonders unter dem DDR-Regime zu leiden. Das schöne Ensemble von Stiftsgebäude und Bonifatiuskirche sowie viele große Fachwerkhöfe prägen das Dorfbild. Wahrscheinlich schon lange vor dem 9. Jahrhundert (Ersterwähnung) bestand die Siedlung Burslohon, im 10. Jh. dann das erste Kloster mit Kirche. Neben der Landwirtschaft betrieben die Einwohner über lange Zeit Weberei und den Abbau von weißem Scheuersand. Mit Errichtung der innerdeutschen Grenze verlor Großburschla sämtliche Kontakte zu den hessischen Nachbarn und erfuhr schlimme Repressalien, unter anderem auch Zwangsumsiedlungen, durch das DDR-Regime. Heute zählt das Fachwerkdorf ca. 955 Einwohner und pflegt vor allem die Traditionen von Chorgesang und Kirmes.